… ein Einfall.

Es begab es sich an dem feuchtdunstigen dreizehnten Wochentag des achten Monats im Jahre 2011, dass Hotte mutig den Höhenzug des Wiehen gen Norden querte, wie einst Hannibal die Alpen; jedoch auf knurrender Dogge statt trompetendem Rüsselgetier und mit der getreuen eisernen Tine im Tross.


Nachdem wir durchs Gebirge kommend in Pr. Oldendorf eingefallen waren, führte der gewählte (Um-)Weg über fast gesindeleeres Gebiet zum nördlichsten Punkt des  Streifzuges. Die dürftigen Gelände-Verhältnissse und die unscheinbare Lage vermochten den Nordpunkt NRW nicht vor dessen handstreichähnlicher Einnahme zu bewahren.

Nordpunkt NRW

In weiträumigem Bogen und ohne jegliche Widrigkeiten erreichte man später Steyerberg, überrannte das liebliche Stolzenau und auch „die Schlüsselburger“ konnten uns nicht den Übertritt zu(r) Wasserstraße verwehren. Schnell waren auch die grässlichen Lahder Aussichten überwunden.

Die weitere Furt verlief mittenmang Bückeburg und Obernkirchen hinauf der Höhen der Feste Schaumburg. Von dort oben ließ sich bereits das Ziel des Marsches durch den leichten weserbergländischen Dunstschleier erahnen.

Die Umsicht gebot es im Weiteren, das aus unrühmlichen historischen Schlachten geläufige Hess. Oldendorf zu umgehen.
Der anschließende ab- und anbergige ruhige Zug über Friedrichsburg und Friedrichswald entschädigte den kleinen Trupp für viele der vorangegangenen Mühen.

Die anvisierte Schenke in Extertal-Kükenbruch wartete mit leidlich geringem Volksauflauf auf. Die erwarteten Huldigungen blieben trotz Vorankündigung aus, so war denn die Plünderung der Süßspeisenauslage nur rechtens.
Hannibal hätte dem dortigen Wirtsherrn ob des feilgebotenen, gruselig plürrigen Heißgetränks sicher auch mindestens die langen Zotteln barbiert.


Der Chronist kann dieser Pilgerreise zweifelsohne unerwartete Kurzweil nachsagen.
Dazu sind zwei zeitgenössische „Kupferstiche“ der Nachwelt überliefert.